- ein königliches Ferienparadies

Eir par hundert Meter von “Den Gamle Kro” entfernt befindet sich das Gravensteiner Schloss. Das gasthaus ist wie fast der Rest des Ortes um das Schloss herum entstanden, und das Schloss ist immer noch der ausgeprägte Mittelpunkt von Gravenstein. Das mächtige Adelsgeschlecht der Ahlefeldts erbaute am Ende des 17. Jahrhunderts ein vornehmes Barockschloss am See, von Wäldern umgeben und hübsch gelegen. Schlösser has es dort schon früher gegeben. Aber dieses war doch das prachtvollste und dazu noch in einer Gegend, wo die jagdbesessenen Adeligen sich entfalten konnten. Aber ach, es brannte im1757 ab, und nur die vornehme Schlosskirche blieb verschont. Im Laufe der Zeit entstand ein etwas bescheideneres Schloss. Und die Ahlefeldts wurden von den Herzogen von Augustenburg abgelöst. Im 18. und 19. Jahrhundert waren die Zeiten verwirrend. Zwar hatte der dänische König in den Herzogtümer zwischen Königsau und Hamburg die oberste Macht, aber er war gleichzeitig selbst Herzog. Eine bunte Schar unter einander verflochener Herzogfamilien sass mehr oder weniger an der Macht. Die Töchter wurden so fein und gut wie möglich verheiratet. Die Söhne erbten Schlösser oder bekamen grosse Höfe. Und gab es keinen Hof, wurden sie Offiziere. So war das - - -
Einigen Herzögen ging es besser als anderen. Dem herzog Friedrich Christian der Zweite sind wir demnach zu Dank verpflichtet. Er und Herzogin Louise Auguste gestalteten den Gravensteiner Schlosspark um zu einem englischen Landschaftsgarten. Und so zeigt er sich auch noch heute - hübsch und romantisch in die Landschaft integriert.
Der letzte Herzog dort, Ernst Günther (1863-1921) war ein aktiver Mann, der sich vom Gut Primkenau in Schlesien einen kundigen Fischmeister holte und ein umfassendes System von Karpfenteichen anlegte. Auch heute noch gibt es eine menge Fische dort, und jedes Jahr im Dezember kann man am Gravensteiner Schloss grosse fette Karpfen kaufen.
1935 war ein gutes Jahr für das Gravensteiner Schloss. Damals übertrag der dänische Staat das Nutzungsrecht dem damaligen Kronprinzen Frederik und der Kronprinzessin Ingrid. Die Kronprinzessin ”mit den grünen Fingern” brachte den verwahrlosten Park in Ordnung, und heute ist es wieder ein Prachtstück. Königin Ingrids anwesenheit ist noch zwischen den Blumen zu spüren. Der Schlosspark steht allen besuchern offen, von 3 Sommerwochen in denen die Königin im Kreise der familie fröhliche Urlaubstage in Gravenstein verbringt, abgesehen. Genau wie früher wenn König Frederik der Neunte und Königin Ingrid regierte.
Der Garten ist eine Oase ungetrübter wechselnder Blumenpracht. Und der Rasen darf betreten werden. Besuchen Sie selbst einmal einen der schönsten Garten Dänemarks.



